Musiktheater-Uraufführung zu Leben und Werk der Greifswalder Komponistin (1861-1944)

Stückentwicklung von Henriette Sehmsdorf
Kompositionen von Luise Greger
Musikalische Einstudierung und Arrangement: Benjamin Saupe
Kostüme: Stefanie Gruber

Mit: Joana-Maria Rueffer, alte Luise (Sopran); N.N. junge Luise (Sopran); Lars Grünwoldt, Dr. Malcus, Sohn Helmuth, Pfarrer Theodor Weiß (Bariton); Benjamin Saupe div. Rollen und Klavier

Die Wiederentdeckung bemerkenswerter pommerscher Frauen zieht sich wie ein roter Faden durch die Musiktheater-Uraufführungen der OPERNALE. Auf Sibylla Schwarz, dem jungen Dichtergenie aus der Barockzeit und der niederdeutsch dichtenden Pfarrerstochter Alwine Wuthenow folgt nun Luise Greger.

„Geboren bin ich in Greifswald, wo es die fetten Gänse gibt. Ich bin auch eine von den Gänsen“. Luise Gregers Worte sind dokumentiert und geben dem neuen Musiktheaterwerk seinen Titel.

Wer war diese Frau, die in Hessen mit einem internationalen Festival gefeiert wird, in ihrer Geburtstadt aber noch eine Unbekannte ist? Im Dezember 1861 als Luise Henriette Karoline Sumpf geboren, verbrachte sie die ersten 26 Jahre in der Hansestadt. Gerade diese Greifswalder Jahre prägten sie entscheidend. Sie wächst in einem aufstrebenden bürgerlichen Milieu auf, das ihr nicht nur sehr gute Allgemeinbildung, sondern auch eine musikalische Ausbildung ermöglicht. Die standesgemäße Heirat mit dem Arzt Dr. Ludwig Greger zementiert das gutbürgerliche Leben. Nach der Scheidung im Jahr 1910 beginnt ihre produktivste Zeit als selbständige Komponistin, Sängerin, Pianistin, Saloniére und Verlegerin der eigenen Werke.
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Luise Gregers künstlerischer und gesellschaftlicher Aufstieg in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ihr Ende in der Psychiatrischen Anstalt Merxhausen erinnert an Figuren, wie sie von Thomas Mann in seinen großen epischen Werken beschrieben worden sind. Das Leben dieser Künstlerin zeichnet ein eindrückliches Zeit- und Sittengemälde deutscher Geschichte – vom Kaiserreich und seiner selbstbewussten Gründermentalität bis hin zum Absturz in das schwärzeste Kapitel, der NS-Zeit.

Die Uraufführung wird am 20. August 2021 in der STRAZE Greifswald stattfinden, dem ehemaligen „Gesellschaftshaus zum Greif“, indem vermutlich auch die tanzlustige junge Luise ein häufig gesehener Gast war. Ob sie hier ihren späteren Verlobten Dr. Ludwig Greger bei einem Ball kennengelernt hat ist nicht nachgewiesen, aber wahrscheinlich.

Luise-Greger-Aktie

Der Nennwert beträgt 70,00 €. Aber es ist vor allem eine ideelle Aktie, die den besonderen Mehrwert bürgerschaftlichen Engagements und eine hohe kulturelle Rendite garantiert. Sie ist gleichzeitig eine Eintrittskarte für den Besuch einer Vorstellung der OPERNALE 2021, wobei Sie den Termin frei wählen können. Wir empfehlen jedoch eine rechtzeitige Platzreservierung per E-Mail oder Telefon.
Aktie bestellen und Platz reservieren: karten@opernale.de; Tel. 038333 – 88 512